Warum tut denn keiner was?
25. Januar 2020
Da wir Jahr für Jahr eine Grippe-Welle erleben, welche Jahr für Jahr durchaus auch für Todesfälle sorgt (und nicht zu knapp!), sind wir vor Panikmache angesichts des gerade auftretenden Coronavirus einigermaßen gefeit. Oder? Eine kleine Auswahl von Stimmen besorgter Bürgerinnen und Bürger heute Morgen bei einem durchaus seriösen Nachrichtenkanal (tagesschau.de).
„Es muss doch möglich sein, über die Fluggesellschaften (oder auch die Bahngesellschaften) die Namen und Adressen der Menschen zu erhalten, die seit Dezember 2019 bzw. Januar 2020 aus China bzw. Wuhan ausgereist sind.“
„Viele Menschen reisen aus reinem Privatvergnügen und sind letztlich auch mitverantwortlich für solche Pandemien.“
„Alle Menschen, die aus China einreisen, sollten vorsorglich unter Quarantäne gestellt werden.“
„Ich habe zum Glück ausreichend Mundschutz zuhause, schon weil ich Heimwerker bin.“
„Die Chance für eine Pandemie, die einen echten Einschlag auf die Mietpreise haben wird, ist da.“
„Wer denkt an die Sorgen der Pendler, die im Saarland jeden Tag von Deutschland nach Frankreich und wieder zurück nach Hause fahren?“
„Muss man erst warten, bis die ersten Kranken auf Deutschlands Straßen rumhusten?“
Heute: Brandenburg/Havel, Fontaneclub, 20 Uhr: ’51 Jahre Brot‘ (Ahne liest, singt und trinkt) neue Texte, alte Schlager, Bier (mit integrierten Dialogen aus ‚Zwiegespräche mit Gott – Unter der Fuchtel der Zeit‘)
Ein Kommentar zu “Warum tut denn keiner was?”
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Jeden Tag „muss eine neue Sau durch die Stadt getrieben werden“, sagt man doch. Um den Spannungspegel oben zu halten braucht es entsprechende Schlagzeilen. Ob das ein abtrünniger Enkel mit Familie ist, ein Unfall oder eine mögliche Krankheit, alles ist gut.
Lenkt ab vom Selberdenken, von eigenem Tun und vielem anderen.
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