Ausländerextremismus gibt es nicht

30. August 2012

Warum man die Jugendlichen, die in Berlin-Schöneberg einen Rabbiner zusammenschlugen nicht einfach als das bezeichnet was sie sind, nämlich als Rechtsextremisten, weiß ich auch nicht. Es ist doch egal, ob ein deutscher Nazi keine Juden, Türken oder Zigeuner in dieser Stadt wünscht oder eben ein Nazi mit arabischem Migrationshintergrund (gut, sagen wir besser kein Nazi sondern ein Rechtsextremist), oder ob ein Israeli in Jerusalem Jagd auf Palästinenser macht. Wer ein Viertel, eine Stadt, ein Land ethnisch, religiös oder sexuell orientiert rein halten will oder solche Zonen erst schaffen will, ist für mich ein Rechtsextremist und wenn er dies mit Gewalt erreichen will, ein gewaltbereiter Rechtsextremist, da muss man nichts verniedlichen. Wenn ich es nicht ablehnen würde mit religiösen Symbolen zu kokettieren, würde ich mir jetzt direkt eine Kippa aufsetzen und durch Schöneberg flanieren. Obwohl, das sage ich jetzt so einfach dahin, in meiner Wut, vielleicht würde mir letztendlich der Mut dazu fehlen. Ich weiß noch, wie mir damals der Arsch auf Grundeis ging, als wir Anfang der neunziger Jahre versuchten farbige Menschen in der S-Bahn raus nach Ahrensfelde, Hellersdorf und Hohenschönhausen zu begleiten, um ihnen allein durch unsere Anwesenheit Schutz zu geben. Kann es denn nicht endlich mal vorbei sein mit diesem Schwachsinn?! Oh man, bin ich naiv.

Tipp für heute: Die Mongolei feiern, die, laut Jacinta Nandi zumindest, gestern das Bedingungslose Grundeinkommen eingeführt hat.

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5 Kommentare zu “Ausländerextremismus gibt es nicht”

  1. 01

    Du sprichst mir aus der Seele. Ich würde den Ansatz Nazi zu sein sogar noch tiefer hängen. Wer Gruppen von von Menschen dauerhaft diskriminiert und herabwürdigt ist m. E. schon dabei. Und da gibt es sehr viele. Das heißt natürlich nicht, dass man keine Witze über Minder- oder Mehrheiten reißen sollte und alles mögen muss was andere machen oder wie sie leben.
    Manchmal denke ich ernsthaft darüber nach ob härtere oder andere Strafen – körperliche Züchtigung; Pranger – vielleicht doch eine ganz gute Abschreckung wären. Den Mumpitz aus den Köpfen raus zu kriegen, dauert natürlich länger und in Staaten mit Todesstrafe werden deswegen nicht unbedingt weniger Verbrechen begangen. Aber vielleicht einfach mal probieren.

    Olaf am 30. August 2012 um 15:01
  2. 02

    Bei so Leuten wie Olaf wäre eine ordentliche Diskriminierung dann vielleicht doch angebracht?

    Floda Nashir am 30. August 2012 um 16:56
  3. 03

    Mein Ex hat’s mir gesagt, hoffentlich stimmt es ja.

    Jacinta am 30. August 2012 um 20:52
  4. 04

    @ Olaf: Das mit den härteren Strafen meinst du doch wohl hoffentlich nicht ernst, oder? Das genau ist es doch, was sie wollen, dass man sich auf dieselbe Stufe begibt. Ich jedenfalls vermute, dass dein Kommentar sarkastisch gemeint ist.

    Ahne am 30. August 2012 um 22:38
  5. 05

    @ Ahne; Nee. War sarkastisch. Und ein Ausdruck von nicht wissen wie.

    Olaf am 31. August 2012 um 07:25

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