Warum in die Ferne schweifen?

27. Juli 2024

Es war ein bisschen wie ein Deja-vu meines Traumes, als ich gestern im vietnamesischen Imbiss, im Dong-Xuan-Center saß. Nehme ich nun Herzsuppe oder Hühnerfuß-Salat? Es gab auch vietnamesische Mettwurst und Käseshake mit Pommes Frittes, doch wir wählten die knusprigen Banh xeo, die Bann zeo ausgesprochen werden, beziehungsweise ganz anders, denn was auch immer ich sagte, die freundliche Frau, die bediente, sprach das Gewünschte noch mal, geduldig lächelnd. Ich hörte zwar keinerlei Unterschied mit meinen Ohren, doch es muss einen gegeben haben. Banh xeo ähneln knusprig gebackenen Eierkuchen, gefüllt mit Garnelen und Gemüse. Dazu gibt es Brennnesselsalat und eine süß-saure Soße. Und durchsichtiges Reispapier (ich Trottel dachte erst es seien Plasteuntersetzer), welches man in Wasser tunkt, dann wird es elastisch und man kann die Eierkuchenstreifen, die zuvor mit einer Schere geschnitten werden müssen, sowie Salat darin einrollen. Verlangt eine gewisse Fingerfertigkeit, die ich nicht besitze. Sah garantiert eklig aus, wie ich mir alles in den Mund stopfte. Na, Hauptsache es schmeckt, dachte ich. Wir sind ja in Berlin, dachte ich. Wer auf Tischmanieren steht, muss woanders hin. Nach Paris, oder nach Wuppertal. Großartig übrigens der Auftritt von ‚Saigon Soul Revival‘, der ließ mich selbst die Niederlage meines Lieblingsfußballclubs im nahegelegenen Sportforum verschmerzen.

Tipp für heute: Um 17:30 Uhr tritt Another Nguyen auf, um 18:30 Uhr dann das DJ-Set von Kakao Katze (ich kann die vietnamesischen Sonderzeichen über und unter den lateinischen Buchstaben nicht tippen, schade eigentlich) und um 21 Uhr die Rapperin Nashi44  (‚Song o Berlin – Festival‘)

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