Kaltes klares Wasser
19. März 2026
Danke, Bettina Köster.
Tipp für heute: Selber machen.
Was mich zur Zeit, Iran-Krieg hin oder her, wirklich umtreibt, hat olle Kai Wegner, für Menschen, die sich weniger mit Kiez-Politik beschäftigen, dies ist der aktuell Regierende Bürgermeister von Berlin, wirklich nur von 13 bis 14 Uhr Tennis gespielt, also an jenem Tag als in Südwestberlin der Strom ausfiel (verantwortlich Putin oder das Mullah-Regime oder die Illuminaten)? Gesagt hatte er ja, dass er um 8 Uhr (vormittags!) begonnen habe Telefonate zu führen. Es könnte aber nun doch sein, so vermuten einige Rechercheurinnen und -eure, dass er erst später (8:30 Uhr, 9:30 Uhr, 25:62 Uhr) telefonierte und womöglich gar nicht zum Thema Stromausfall sondern zu einem vollkommen anderen Thema (Tennis, Biathlon, Para-Kickboxen) und das mit einer unbekannten Person. ‚Wer war diese Person?‘, frage ich mich ununterbrochen. Und warum erfahren wir alles nur scheibchenweise? Weshalb kostet die große Box Kinderschokolade-Riegel inzwischen mehr als 5 Euro? Und wieso stehen die ganzen Rolltreppen immer noch still? Antworten gebe ich voraussichtlich morgen.
Tipp für heute: Wer früher aufsteht, kann länger müde sein.
Das neue Buch ist jetzt wirklich da. Es liegt hier bei mir zuhause. Vorhin (15 Uhr) kam ein Bote mit einem Paket und da war es drin. Es sieht folgendermaßen aus (ich habe momentan leider keinen Fotoapparillo, sonst könnte ich ein Foto von ihm fotografieren und hier reinkleben, dann müsste ich mir keine Mühe geben Worte zu erfinden, die das Bildnis nur ungenügend veranschaulichen), es ist viereckig, beziehungsweise genau genommen hat es acht Ecken, wenn man die Ecken mal außer acht lässt, die sich im Inneren an den Seiten befinden, die Ecken, die gerne zu Eselsohren gefaltet werden (heißt es Eselsohren, oder heißt es Eselsecken?). Von der Farbe her ist das Buch orange, würde ich sagen. Eine Hommage an den bösen Möhrenmann? Manche werden die Farbe erfahrungsgemäß gelb nennen oder braun oder lila. Ja, es gibt bestimmt auch welche, die lila zu der Farbe sagen. Oben auf der Vorderseite steht Ahne, das ist mein Name (in Wirklichkeit heiße ich anders, aber ich bin nicht der böse Möhrenmann!). Darunter steht in weiß Stabil im Bus, der Titel des Buches. Darunter in schwarz Erlebtes, Betrachtetes, Ausgedachtes. Darunter ist eine Zeichnung, die einen Bus darstellen soll, der eine Straße hinunterbraust. In dem Bus ein Lenkrad und ein Gesicht. Die Zeichnung ist nicht von mir, sonst hättet ihr noch weniger erkennen können. Ganz unten steht der Name des Verlages, weiß in schwarz, SATYR. So, morgen beschreibe ich was in dem Buch alles drin steht. Oder ihr kauft es, das wäre mir ehrlich gesagt lieber.
Tipp für heute: Reich werden, damit man sich alles, alles, alles kaufen kann.
Ein neues Buch ist erschienen. Nicht am Himmel, sondern hier unten auf der Erde. Es liegt bereits bei mir zuhause herum, hoffe ich. Genau weiß ich es nicht, weil ich ja im Urlaub gewesen bin, in Eisenhüttenstadt und mich noch auf der Heimreise befinde. Falls ihr mal nicht mehr wisst, wo ihr Urlaub machen sollt, weil ihr schon überall gewesen seid, Mallorca, Ibiza, Mauritius, dann ist das übrigens ein Tipp. In Eisenhüttenstadt ist es nämlich sehr schön, die Oder, das Kebab-Haus, andere Häuser, es lohnt sich wirklich. Es gibt da auch Übernachtungsmöglichkeiten. In der Herberge, in der wir schliefen, waren wir fast die einzigen. Über uns brannte noch Licht, aber vielleicht haben sie das lediglich angelassen, um potentielle Einbrecher abzuschrecken. Ach, das Buch, von dem ich zum Anfang berichtete, heißt ‚Stabil im Bus‘ und das kann käuflich erworben werden. Erschienen ist es im SATYR-Verlag und kostet 17 Mark, Quatsch, 17 Euro. Es gibt auch eine Buchpremiere, die findet am 22. Mai im Schlot statt. Da werde ich möglicherweise etwas aus dem Buch vorlesen, weil ich es nämlich selber geschrieben habe, das Buch, also bevor es gedruckt worden ist, meine ich.
Tipp für heute: In der Oder sind Krokodile relativ selten.
Meistens wird ja von „wissenschaftlicher“ Seite in schlimmster Weise gehetzt gegen den so genannten Aberglauben. Aber wieder einmal hat sich jetzt erwiesen, dass die ach so „wissenschaftlichen“ „Wissenschaftler“ und „-innen“ immer (also fast immer) falsch liegen. Unter anderem beim heutigen Freitag dem 13.. Dieser Freitag der 13., der ist nun mal ein Pechtag, da beißt die Maus keinen Faden ab. Zum Beispiel ist in Brandenburg (irgendwo in der Pampa) heute ein Tiertransporter umgekippt und jetzt sind die Bullen weg und es wird behördlicherseits gewarnt, nur nicht nähern, die könnten gefährlich sein. Warum wird da wohl gewarnt? Weil heute Freitag der 13. ist, liegt auf der Hand. Und der Iran-Krieg ist auch noch nicht zuende, Kuba steuert auf eine humanitäre Katastrophe zu, die Chemiebranche rutscht weiter ab, Insolvenzen sind auf höchstem Stand, nur mal `ne kleine Auswahl der wichtigsten Schreckensnachrichten von heute Mittag. Und mir ist mein Marmeladenbrötchen runtergefallen. Auf welche Seite das fiel, kann ich mir sparen, das zu verraten. Wisst ihr selber.
Tipp für heute: Alles, was man sich für heute vorgenommen hat, auf morgen verschieben, denn da ist auch noch ein Tag (stimmt!).
Die Bundesrepublik Deutschland hat China überholt, bei den Waffenexporten. Da sind „wir“ jetzt die Nummer vier in der Welt. Juchhu! Und der Krieg gegen den Iran ist „so gut wie beendet“. Na bitte. Hat der böse Möhrenmann doch Wort gehalten. So wie ja auch beim Krieg gegen die Ukraine, den er innerhalb von 24 Stunden beendete. Menschen, nun freut euch!
Tipp für heute: In Hohenschönhausen spielt der BFC Dynamo gegen die zweite Mannschaft des 1. FC Magdeburg, dort könnte man seine Freude lautstark zum Ausdruck bringen (zum Beispiel).
Mache heute beim Frauenstreik mit. Aus Solidarität. Oder weil ich müde bin. Sucht euch was aus.
Tipp für immer: Es kann gar nicht genug gestreikt werden.
Herzlichen Glückwunsch allen Frauen zum Internationalen Frauentag! Mögen wir gemeinsam für die Gleichberechtigung streiten, dann sollte das doch zu schaffen sein.
Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Frank Sorge, Falko Hennig, Gott und mich, sowie den wunderbaren Superstargästinnen Ruth Herzberg (Text) und ‚Drunk at your Wedding‘ (Musik)
Erfolgreicher Start gestern in die Festivalsaison. 5 Zuschauer (oder 50 oder 500) und allesamt waren sie zufrieden. Also ich hab nicht gefragt, aber sie sahen sehr zufrieden aus, von hinten. Danach noch im ‚Bierexpress‘ gewesen. Äußerst zuvorkommend behandelt worden. Ein Lied haben wir dort komponiert, getextet und einstudiert. Würde ich gerne heute vortragen, wenn ich noch wüsste wie es geht. Anschließend dann mit der U-Bahn nach Hause. In einem Rutsch! Kein Schienenersatzverkehr! Sogar die Rolltreppe hat funktioniert! Es sieht ganz so aus, als wenn wir das Schlimmste überstanden hätten. Obwohl, erst mal den heutigen Auftritt abwarten.
Heute: Berlin, Mehringhof-Theater, 20 Uhr: ‚Ist das noch Jazz? – Ahne liest, singt und trinkt (aktuelle Texte, mutige Schlager, Bier)‘
Ich bin ein bisschen aufgeregt. Nur ein bisschen. Also Durchfall, seit drei Tagen, Fieber, Erbrechen, Schwindel, zweimal muss ich ohnmächtig geworden sein, lag auf den nackten Fliesen im Bad, mit Platzwunde. Die Tochter kippte mir einen Eimer kaltes Wasser über die Rübe. Mache ich bei ihr auch immer, hat sie von mir gelernt. Na ja. Heute Premiere. Paar Texte muss ich noch schreiben und neue Melodien komponieren, für die Lieder. Wird schon. Ist ja Jazz, im weitesten Sinne. Da darf man nicht nur improvisieren, da ist das sogar zwingend vorgeschrieben zu improvisieren. Sonst ist das nämlich kein Jazz, hab ich gehört. Karten gibt es keine mehr. Ausverkauft. Ha ha, war ein Scherz. Nein, ein paar Karten gibt es noch. Tausend oder so. Ich geh mir jetzt mal die Achselhaare rasieren.
Heute: Berlin, Mehringhof-Theater, 20 Uhr: ‚Ist das noch Jazz? – Ahne liest, singt und trinkt (aktuelle Texte, mutige Schlager, Bier)‘ Premiere