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24. Februar 2026
‚Hups‘ habe ich heute gedacht, als ich ein Tagesthemen-Interview zum russischen „Angriffskrieg“ (welcher Krieg beginnt nicht durch einen Angriff?) gegen die Ukraine las, der mit dem Satz: „Vier Jahre nach der Vollinvasion der Ukraine durch Russland ist der Krieg inzwischen auch für die Russen im Alltag zu spüren.“ Nicht, weil ich mich daran erinnerte, wie oft in den letzten vier Jahren geschrieben wurde, die Russen würden die Folgen des Krieges im Alltag nun deutlich spüren, sondern den Begriff „Vollinvasion“ hatte ich zuvor noch nicht vernommen. Ich nutzte eine Suchmaschine und siehe da, der Tagesthemen-Moderator ist nicht der einzige, der den Begriff in letzter Zeit (vier Tage) verwendet. Unter anderem nutzte jenen Begriff im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg der Spiegel, das Handelblatt, die Frankfurter Rundschau, der Deutschland-Funk und koeln.de. Der Deutsche Bundeswehr Verband sprach schon 2024 von einer Vollinvasion und zwar in der Überschrift: „Zwei Jahre Vollinvasion, jahrhundertelang Krieg“. Jahrhunderte? Warum nicht jahrtausende? Egal. Aber was ist nun eine Vollinvasion? Als Invasion wird das Eindringen, der Einmarsch, ein Einfall militärischer Art bezeichnet. Was unterscheidet nun eine Vollinvasion von einer Invasion? Vielleicht, dass umfänglich in ein ganzes Land eingedrungen wird, also in sämtliche Landesteile? Oder dass der Angreifer mit seiner gesamten Armee eindringt, einfällt, einmarschiert?
Tipp für heute: Kein Krieg wird niedlicher, weil man ihn nicht als „Angriffskrieg“ bezeichnet, keine Invasion gerechter, weil sie nicht „Vollinvasion“ heißt.
Ahne |
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22. Februar 2026
Gute Nachrichten aus Berlin. Die ersten Rolltreppen rollen wieder. Das habe ich bei meiner morgendlichen Presseschau herausbekommen. Sicher werden jetzt viele Gehbeeinträchtigte aufatmen. Gerade am Hauptbahnhof ist das Gefälle ja doch relativ hoch. Und die Fahrstühle, wenn sie funktionieren, können nur begrenzt Menschen auf untere oder obere Bahnsteige transportieren. Eine Seilbahn kurzfristig einzurichten, wie einige (ich) forderten, wurde vom Vorstand der Bahn aus Kostengründen abgelehnt. Auch ein temporärer Ersatzbahnhof, der, so lange Rolltreppen stillstehen, auf ebenerdigen Gleisen Fahrten ins In- und Ausland anbietet, wurde verworfen, selbiger Grund. Verantwortlich für die Misere soll übrigens ein Kaugummi gewesen sein, der im oberen Teil einer Rolltreppe sich verkeilte und das Gerät lahmlegte. Andere Rolltreppen schlossen sich dem Ausfall dann, vermutlich aus Solidarität, an. Der Bahnvorstand teilte mit, die Einsatzbereitschaft sämtlicher Beförderungszubringer (schönes Wort) umgehend sicherstellen zu wollen, spätestens bis Frühjahr 2038 (Quersumme 13).
Heute: Berlin (zur Not zu Fuß erreichbar), Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Heiko Werning, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Frank Sorge, Falko Hennig, Gott und mich, sowie dem Superstargast Marc Ottiker (Schlager aus der Schweiz)
Ahne |
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21. Februar 2026
„Um Himmels Willen, haben wir denn wirklich keine anderen Probleme?“
„Es ist nun mal Winter!“ (beziehungsweise Frühling, Sommer, Herbst)
„Danke für nichts.“
Tipp für heute: Sich bei all jenen bedanken, die uns trotzdem versuchen zu informieren.
Ahne |
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20. Februar 2026

Ahne |
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19. Februar 2026
Der Bundeskanzler unserer Republik (Herr Merz) fordert eine Klarnamenpflicht im Internet. Wegen des schlimmen Hasses und anderer böser Dinge. Doch hat er auch bedacht.., oh nein, dann flöge ja meine bürgerliche Identität auf und im Übrigen auch die von Tube, die von Fil, die von Horst Evers, von Bov Bjerg, Auge, Flix, Madonna, Rihanna, Farin Urlaub, Campino, Little Simz, Zonen-Gabi, dem Papst, dem Sams und nicht zuletzt auch die von Gott. Wir müssten alle ins Gefängnis wandern. Will er das wirklich?
Tipp für heute: Dann schon lieber eine Sondersteuer auf Zuckerbrause.
Ahne |
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18. Februar 2026
mal was zwischendurch.
Was stinkt und sieht nicht gut aus?
Na?
Ich hab’s vergessen.
Tipp für heute: Der böse Möhrenmann ist nicht gemeint gewesen.
Ahne |
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17. Februar 2026
Von vielen Menschen werde ich gefragt, was ich eigentlich arbeite. Nun, ich bin Schriftsteller. Ich schreibe Geschichten und lese sie vor. Ab und zu pappe ich diese Geschichten dann aneinander, schmiere ein wenig Kleber dazwischen, fertig ist das Buch, sehr vereinfacht erklärt. In Wirklichkeit ist es deutlich komplizierter. Da muss noch jemand drüber gucken und der behauptet dann, du hättest was falsch geschrieben, ein Kamel lege gar keine Eier. Und dann musst du dich mit dem rumstreiten, weil es natürlich Kamele gibt, die Eier legen, nur nicht die einheimischen. Außerdem empfiehlt es sich um das Buch einen Umschlag zu wickeln, kaufen die Leute lieber, sieht besser aus, unterm Weihnachtsbaum. Was ich eigentlich sagen möchte, mein neues Buch ist fertig. Es heißt ‚Stabil im Bus‘ und enthält Erlebtes, Betrachtetes, Ausgedachtes. Ein buntes Potpourrie aus dem Schaffen der letzten 10 Jahre (circa). Das Buch erscheint im SATYR-Verlag und es gibt auch eine Buchpremiere am 22. Mai in der Kunstfabrik Schlot. Ach so, das Buch, es kann bestellt werden (https://www.shoptyr.de/Ahne-Stabil-im-Bus) und ich freue mich über Lesungsanfragen. Falls ihr wisst, wo es Möglichkeiten gibt daraus vorzulesen, immer her damit.
Tipp für heute: Schornsteinfeger ist ein vollkommen anderer Beruf.
Ahne |
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8. Februar 2026
Lange nichts mehr ins weltweite Netz geschrieben. Gut so, alle haben mich vergessen. Aber jetzt, hör mir auf, ein Rückfall. Schönes Konzert gestern im Fürstenwalder Parkclub miterlebt, der übrigens nach wie vor Unterstützung gut gebrauchen kann, weil die da oben, beziehungsweise diverse bürgerlich-konservativen Kreise im Stadtparlament (falls das dort so heißt), meinen, die Jugendkultur für diese Hallodris, die können wir komplett streichen. Braucht doch niemand. Die Halbstarken sollen sich gefälligst an den Tischtennisplatten zusammenrotten (falls es die noch gibt), so wie früher, und ausbaldowern, welcher Oma sie als nächstes ihre Einkaufstasche klauen. War eben nicht alles schlecht. Na ja, schön gewesen jedenfalls, gestern. Die Ensembles ‚The Sandals‘ aus Polen und ‚Turbolover‘ aus Berlin spielten zum Tanz auf und etliche Berufsjugendliche ließen sich nicht lange bitten. ‚Mal wieder ’ne flotte Sohle auf ’s Parkett legen‘, mögen sie sich gedacht haben. Ja, Jugendliche haben eben ihre eigene Sprache. Eine Sprache, bei der viele Erwachsene nur mit dem Kopf schütteln können. Gelernt habe ich auch wieder ’ne Menge. Allerdings auch genauso schnell wieder vergessen.
Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Falko Hennig, Gott und mich, sowie der phantastischen Superstargästin Frau Fritz (Musik, Musik, Musik!)
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4. Februar 2026
Der RBB überrascht immer mal wieder durch Schlagzeilen, die bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen Hohn zu sprechen scheinen. „Glättegefahr nimmt trotz Plusgraden zu“ heißt es seit gestern auf der Internetseite des Senders. Das ist natürlich Quatsch und gleichzeitig stimmt es auch wieder. Kommt eben darauf an, wo diese Plusgrade zu finden sind. Ist es in höheren Luftschichten über null Grad, kann dort aus den Wolken Regen fallen, der in unteren Luftschichten beziehungsweise am Boden, wo unter null Grad herrschen, gefriert. Dort wird es dann glatt (Minustemperaturen = Wasser wechselt den Aggregatzustand, bleibt auch weiterhin so). Schuld an der Glätte sind also nicht die Plusgrade in der Höhe sondern die Minusgrade am Boden, beziehungsweise in der bodennahen Luftschicht. Aber „Glättegefahr nimmt wegen Minustemperaturen in bodennaher Luftschicht bei gleichzeitigem Regen aus wärmerer Höhenluftschicht zu“ zeckt eben nicht so und vielleicht, das kann sein, können tiktokgewohnte Nachrichtenkonsumentinnen und -menten so eine lange Schlagzeile gar nicht mehr zuende lesen ohne eingeschlafen zu sein. Na ja, widersprechen wird mir von denen niemand, die sind längst woanders.
Tipp für heute: Im Sommer gibt es manchmal Hagel. Trotz Plusgraden! Wie kommt das denn nun wieder? Mal recherchieren (oder wie moderne Nachrichtenredakteurinnen und -eure gerne schreiben „nachrecherchieren“).
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3. Februar 2026
Vorhin kurz mal die Sonne gesehen. Hab ich gebraucht. Jetzt putze ich das Klo. Und dann schreibe ich eine neue Geschichte. Den Titel weiß ich schon: ‚Wie ich mal das Klo putzte, nachdem ich zuvor die Sonne gesehen hatte, kurz‘. Wird bestimmt ein Hit und sicher auch für Kulturwissenschaftlerinnen (und -er) ganz interessant, wie es dazu gekommen ist, also die Vorgeschichte zu dieser Geschichte hier, der Beitrag, den ihr gerade lest, welcher in das Genre ‚Sekundärliteratur‘ fällt, glaube ich.
Tipp für heute: Im Sommer jammern sie wieder alle über das gleißende Licht, weswegen du im Prinzip nur noch mit geschlossenen Augen durch die Gegend stolpern kannst. Jedes Jahr dasselbe.
Ahne |
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