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Presseschau

3. April 2025

Bei meinen letzten Buchveröffentlichungen hatte ich den Eindruck, es gäbe unter Kritikerinnen und Kritikern die verbreitete Auffassung, ich würde es hassen, wenn sie etwas zu diesen Werken schrieben, ihnen Anwältinnen und Anwälte erklecklicher Zahl auf den Hals hetzen, sie gar höchstselbst aufsuchen, um sie mit derben Ausdrücken zu konfrontieren. Dem ist nicht so. Ich liebe Verrisse! Na gut, ein wenig geflunkert, aber ich würde einer Verreißerin oder einem Verreißer kein Haar krümmen. Ich habe noch nie.., keiner Fliege hab ich je etwas zuleide getan. Schon wieder geflunkert. Ich bitte vielmals um Entschuldigung, liebe Fliegen. Ich weiß, ihr seid tot, und könnt mir die Schuld sowieso nicht nehmen. Eigentlich wollte ich auch nur der Freude Ausdruck verleihen, dass zwei Rezensionen erschienen sind, meiner kleinen Novelle ‚Reinhard Lauck – Einer von uns‘, Teil der Ikonen-Reihe von Frank Willmann, herausgekommen beim Verlag Voland & Quist. Die eine im ND, die andere in der Jungen Welt. Und beide sind, kaum zu glauben, positiv. Tätä! Jetzt fehlt nur noch die New York Times.

Tipp für heute: Wer würdigt eigentlich die Arbeit, welche Bäuerinnen und Bauern, Bauarbeiterinnen und Bauarbeiter, Köchinnen und Köche (willkürlich herausgegriffen) Tag für Tag verrichten?

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Kein Abend der Liga für Kampf und Freizeit

2. April 2025

Am Freitag gibt es in Dresden eine Literaturdisco. ‚Literaturdisco?‘, wird sich die ein oder andere jetzt sicher fragen, ‚Gab es das nicht schon mal?‘ Oh ja, meine ich mich erinnern zu können. Es muss gegen Ende der 90’er Jahre gewesen sein. Oder schon Mitte der 90’er? Und zog es sich dann nicht noch weit hinein bis ins neue Jahrtausend? Wie hießen die noch gleich? Sumpfpropheten? Suffproleten? Surfpoeten? Richtig, Surfpoeten, so hießen sie. Die machten das auch schon. Eine Disco, die immer mal wieder durch Texte unterbrochen wird, blöderweise. Oder blöderweise? Na, da schieden sich die Geister. In deren Hochzeiten, nicht zu verwechseln mit Hochzeiten, wo zwei Menschen sich auf ewige, beziehungsweise einige Zeit binden, kamen Mittwoch für Mittwoch Hunderte in den Mudd-Club, um sich zu betrinken, revolutionäre Ideen zu erörtern oder andere abzuschleppen. Ich bin gespannt, wie viele am Freitag in den Kulturpalast finden. Jacinta Nandi, Michael Bittner, Max Rademann und icke, wir werden sie zählen, wenn wir nicht gerade vorlesen, Platten auflegen, tanzen oder knutschen.

Tipp für heute: Dresden liegt von hier aus gesehen links unten.

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1984 + 41 =?

1. April 2025

Ich war ja auf einiges gefasst gewesen, doch damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, als (höchstwahrscheinlich!) allerletzte Gesetzesinitiative hat der scheidende deutsche Bundestag heute den Aprilscherz verboten.

Tipp für heute: Dann sperrt mich doch ein!

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Alles was uns fehlt, ist die Solidarität (und ’ne Mütze voll Schlaf)

30. März 2025

Janz wichtich! Ick hab nich druff jeachtet, aba bin zun Glück früh jenuch uffjestanden. Die da oben, also dit System, die ham uns heute ma wieda die Uhrn umjestellt, um uns in den völlijen Wahnsinn zu treiben. Es is jetz nich um 9, sondan schon um 10, beziehungsweise, wenn ihr dit um 13 Uhr lest, denn issit bereits 14 Uhr, dit Gleiche um 18 Uhr, denn issit 19 Uhr oda so, und denn fängt schon die Reformbühne an. Weitasagen.

Heute: Berlin, Kunstfabrik Schlot, 13 Uhr: Der Frühschoppen mit u.a. mich als Gast

und danach

Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Frank Sorge, Falko Hennig, Gott und mich, sowie den phantastischen Superstargästinnen Susann Rehlein (Berlin) und Krazy (Köln)

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Das Ziel und der Weg

27. März 2025

Auf ungewöhnliche Art und Weise bin ich gestern nach Hause gekommen. Im Anschluss an die Lesung in Oschatz, Dank Daniel Baierl und all jenen, die sich trauten selbst einen oder mehrere Texte vorzutragen, konnte ich einen Zug früher schon nach Leipzig nehmen, so dass mir im dortigen Hauptbahnhof anderthalb Stunden Wartezeit auf den Anschlusszug blieben. Das war großes Glück, denn so entdeckte ich rechtzeitig, dass der letzte Zug nach Berlin ausfiel. Ich ging zur Information, welche, wieder großes Glück, im Gegensatz zum „Reisezentrum“ noch geöffnet hatte, und dort wurde mir mitgeteilt, entweder könne ich die ganze Nacht quer durch Deutschland rattern, mit mehrmals umsteigen, um morgens halb 6 in Berlin anzukommen, oder ich fände drei weitere Leute, mit Ticket für den letzten Zug nach Berlin, dann spendiere die DB eine Taxifahrt. Neben mir, noch mal großes Glück, stand bereits eine Frau, der es ging wie mir und ein Taxifahrer war auch zur Stelle, der das öfter machte, solche Touren abfassen. Wir gingen auf Jagd und hatten innerhalb weniger Minuten die geforderten vier zusammen. Wieviel die Deutsche Bahn für unsere Taxifahrt nach Berlin, und leer wieder zurück, hinblätterte, gelang mir nicht herauszubekommen. Ebenso nicht, wie viele weitere Taxifahrten in der Nacht Richtung Berlin gingen, dem ausgefallenen Zug geschuldet. Gibt es da eine Art Sondervermögen? Geheime Geldquellen? Auf jeden Fall lernte ich im Taxi den Lyriker Dieter M. Graef kennen. So verging die Zeit schnell. Um 2 Uhr lag ich glücklich im eigenen Bett.

Tipp für heute: Es geht weiter, immer, irgendwie.

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Im März

26. März 2025

Wunderschöner Morgen heute morgen. Aus Gebilden am Himmel nässelte es. Ein feiner Schleier winzigster Tröpfchen ging hernieder. Balsam für die ausgetrocknete Natur, selbst wenn es für ein Pfützchen nicht reichte. Ich muss nachher dringend an diesen Streik denken, von U-Bahn, Bus und Straßenbahn, damit es mir nicht wie neulich passiert, wo ich im Affenzahn die Brunnenstraße hochstiefelte, um meinen Zug nach Bernau noch zu bekommen. 3 U-Bahnstationen in 20 Minuten. Ich glaub, das schaffte vor mir noch kein Mensch. Streik, Streik, Streik! Ich schreib einfach mit roter Farbe überall ‚Streik!‘ an die Wände der Wohnung, so werde ich ständig dran erinnert. Darf nur nicht einschlafen. Hach, das Leben ist echt aufregend. Bin heute in Oschatz. Oschatz in Sachsen. War dort noch nie. Was wohl die Oschatzer Sehenswürdigkeiten sind? Der Oschatzer Fernsehturm? Das Oschatzer Schloss? Oschatz, schöner Name, finde ich. Bestimmt hat dort ein Verliebter einst seiner Verliebten zugeflüstert: „Oh Schatz, lass uns an dieser Stelle hier eine Stadt gründen.“ Und dann grübelten sie nicht lange, wie sie die Stadt nennen könnten, sondern taten etwas Schöneres.

Heute: Oschatz, E-Werk, 19 Uhr: Lesebühne ‚Lass mal hören‘ mit ca. 40 Minuten von mich

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Möglichkeiten über Möglichkeiten

23. März 2025

‚Wir sind nur die Hundsgabeln der Vorstadt-Paranoiiker‘ könnte man sagen. Ob es stimmt, steht auf einem anderen Blatt.

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Heiko Werning, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Falko Hennig, Frank Sorge, Gott und mich, sowie den phantastischen Superstargästen von Luksan Wunder (Comedy-Ensemble)

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Du hast die Wahl

20. März 2025

Auf Spielplätzen, in den Sandkästen, hat es mal eine Zeit gegeben, wo gewiefte kräftige Schurken sich an körperlich unterlegene Heranwachsende ähnlichen Alters wandten, um jenen vorzuschlagen, sie vor anderen kräftigen Schurken zu beschützen, wenn diese im Gegenzug ihre Beschützer mit dem versorgten, was denen vorschwebte. Meist handelte es sich um Zahlungsmittel oder Süßigkeiten, manchmal wurde auch das Erledigen schulischer Hausarbeiten verlangt. Keine Ahnung, ob es Spielplätze gibt, wo dies heute noch üblich ist. Bestimmt.

Tipp für heute: „Nein“ sagen ist gar nicht mal so leicht.

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Wenn dein starker Wille es will

19. März 2025

Wie ich gerade soeben erfahren habe, streikt die BVG (hieß die nich ma BVB?) heute (Mittwoch) und morgen (Donnerstag) im gesamten Berliner Stadtgebiet. Finde ich knorke. Aber für all jene, die mit der Straßenbahn unterwegs sein wollen, in dieser Zeit, oder mit der U-Bahn, oder auch mit dem Bus, was können die tun? Ich habe mich da mal kundig gemacht. Also: Straßenbahnen gibt es zum Beispiel in Potsdam. Könntest du einfach mit der S-Bahn hinfahren und dort in die Straßenbahn einsteigen. Busse, da reicht bereits eine S-Bahnfahrt nach Bernau, oder Oranienburg (da gibt es auch einen guten Döner am Bahnhof), oder Erkner. Für eine U-Bahnfahrt, da wird es schon deutlich schwieriger. Hamburg? Prag? Paris? Ist allerdings etwas teurer, wenn du keine Bahncard 100 besitzt. Vielleicht doch lieber warten, auf Freitag, und so lange die Luft aus dem Käse lassen?

Tipp für heute: Ich hab die erste Taube gesehen. Es wird bald Sommer.

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Dank, all jenen, die mich beim Subottnik vetreten haben

16. März 2025

Ein gehöriges Stück sind wir gestern vorangekommen, in „New York“, auf dem Weg zum „Frieden“. Ich habe dem „Weltsicherheitsrat“ mal ein wenig ins Gewissen geredet und dieser hat dann betreten zu Boden geblickt und gesagt, er werde sich das „zu Herzen“ nehmen. Ich gehe jetzt also „schwer“ davon aus, dass es ist nicht mehr „lange“ dauert und alles wird „gut“. Am Hudson-River übrigens einen Nutria gesehen. Niedlich. Die sollen auch ganz gut schmecken.

Heute: Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 17 Uhr: Treffen für Interessierte (Organisation und Propaganda) der kleinsten machtvollen Großdemonstration zum Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen am 2. Mai (es gibt Kuchen)

und danach

Berlin, Schankwirtschaft Baiz, 19 Uhr: Reformbühne Heim & Welt mit Susanne M. Riedel, Heiko Werning, Andreas ‚Spider‘ Krenzke, Frank Sorge, Falko Hennig, Gott und mich, sowie dem phantastischen Superstargast Melvin Haak (Nichtgewinner des Bielefelder Kabarettpreises)

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